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3 Mythen zu mütterlicher Erschöpfung

Aktualisiert: 12. Sept.

Unsere Gedanken, Gefühle und Handlungen sind geprägt von Glaubenssätzen. Hier werden 3 verbreitete Glaubenssätze rund um mütterliche Erschöpfung aufgegriffen und hinterfragt.


Mythos Nr. 1: „Das ist nun mal so.“

Viele Frauen haben mir berichtet, dass sie sich von Ärzten überwiegend nicht ernst genommen fühlen mit ihrer Erschöpfungssymptomatik. Nur selten wird ein Abklärungsversuch, z.B. mit einer Blutentnahme, unternommen. Häufig werden die vorgebrachten Beschwerden als notwendiges Übel der Mutterschaft eingeordnet. Ganz nach dem Motto „Wer A sagt, muss auch B sagen.“


Die Wahrheit ist: Erschöpfungszustände sind behandelbar und nicht mütterliche „Pflicht“.

 

Mythos Nr. 2: „Ich hab mir das ja so ausgesucht.“

In meiner Beobachtung übernehmen viele Frauen die Verantwortung für ihre Erschöpfung. Meist schwingen dabei Schuld und Scham mit: als hätte die erschöpfte Mutter „etwas falsch gemacht“, als sei sie selbst und allein für ihre Situation verantwortlich.


Die Wahrheit ist: Mutterschaft ist für alle Frauen herausfordernd, teils überfordernd. Es ist okay die eigenen Grenzen zu erfahren und sich Hilfe zu holen.

 

Mythos Nr. 3: „Eine Kur löst mein Problem.“

Mutter-Kind-Kuren sind häufig dann, wenn sie am meisten gebraucht werden, kein Allheilmittel: entweder sind die Kinder noch zu klein für Fremdbetreuung oder die Mutter bekommt erst Monate später einen Kur-Platz. Oft bringt die Auszeit vom Alltag einen Perspektivwechsel. Zurück zu Hause hat sich jedoch meist an den Rahmenbedingungen nichts geändert und die Erschöpfung stellt sich schleichend wieder ein.


Die Wahrheit ist: Eine 3wöchige Kur alle 4 Jahre ist keine Behandlungsstrategie für eine chronische Erschöpfung. Es braucht „mehr“.


Bildnachweis: https://www.pexels.com/photo/woman-carrying-baby-in-white-shirt-watching-the-sunset-3968150/


Das waren nur die ersten 3...Welche Mythen und Wahrheiten fehlen?









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